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Die Geschichte der Feuerwehr Stubenberg am See

Die Freiwillige Feuerwehr Stubenberg besteht seit dem Jahr 1893 und wurde unter Oberlehrer Johann Gartler gegründet.

25. Juni 1893


An diesem Tag erfolgte die Gründung der Freiwilligen Feuerwehr Stubenberg am See mit 14 Mitgliedern unter Oberlehrer Johann Gartler. Bei der Gründungsversammlung wurde Schulleiter Johann Gartler zum ersten Feuerwehrhauptmann ernannt. Ihm standen zwar 14 eifrige Männer bei, aber vorerst war bei den sehr bescheidenen Verhältnissen mit keinem großen Fuhrpark zu rechnen. So stand zunächst nur eine Handdruckspritze für vier Mann zur Verfügung, die Gemeinden steuerten vorerst keinen Kreuzer zur Ausrüstung der Feuerwehr bei. Alle Anschaffungen mussten durch Aufbringen von Eigenmitteln bewerkstelligt werden, so entstanden am Anfang zwar hohe Kosten, aber es war noch kein unmittelbarer Erfolg oder Nutzen zu erkennen.

Nach 5 Jahren Amtszeit wurde 1898 der Kaufmann Anton Steinbäcker (heute Kaufhaus Götzl) zum Feuerwehrhauptmann bestimmt, Gartler erhielt den gleichwertigen Ehrendienstgrad. Bereits 1899 wurde das erste gemauerte Rüsthaus mit Steigerturm erbaut, an dem vor allem 1909/10 noch weitere Umbauten vorgenommen wurden. Das Rüsthaus entsprach dem damals üblichen Typus von Zeughäusern: ein gemauerter eingeschossiger Bau mit großem Holztor in der Mitte, darüber der hölzerne Steigerturm mit zwei Obergeschossen, angedeutet durch zwei Fenster mit Holzläden, sowie beiderseits des Tores ebenfalls je ein Fenster mit Holzläden. Ein gewöhnliches Ziegeldach befindet sich auch als Abschluss am Steigerturm.

Kommandanten der FF Stubenberg von 1893 bis heute

Johann Gartler 1893 – 1898
Anton Steinbäcker 1898 - 1909
Johann Rammel 1909 – 1921
Karl Ebner 1921 – 1926
Johann Allmer 1926 – 1939
Johann Wilfing 1939 – 1940
Josef Pacher 1940 – 1945
Franz Schäfer 1945 – 1946
Konrad Dunst 1946 – 1949
Josef Allmer 1949 – 1951
Karl Stelzer 1952 – 1982
Johann Binder 1982 – 2002
Ing. Andreas Dunst 2002 – 2012
Matthias Haider seit 2012

6. Jänner 1909


Dies ist jener Tag, an dem die Gründung der Musikkapelle Stubenberg erfolgte, zu deren musikalischem Leiter Josef Kunter bestellt wurde. Die neue Musikkapelle wurde als Feuerwehrkapelle geführt, besaß aber schon 1910 eine eigene Steirertracht, rückte also nie in Feuerwehruniform aus. Die ersten Auftritte der neuen Musikkapelle galten auch der Feuerwehr, so bei der Feuerwehrrorate 1909 in der Pfarrkirche, etwa eine Woche vor Weihnachten und beim folgenden Feuerwehrball 1910, wo bereits 13 Musiker, vor allem Jugendliche, mitwirkten.

Am 18. Oktober 1913 fand sodann das Fest der 800-Jahrfeier Stubenberg statt, wobei sich am Festzug auch Feuerwehr und Musikkapelle beteiligten.

Zwischenkriegszeit


Bald nach dem ersten Weltkrieg wurde im Jahre 1919 die Musikkapelle wieder aktiviert und am 24. Mai 1923 erfolgte die Gründung des neuen Gesangs- und Musikvereins unter Josef Kunter. Zahlreiche Straßensingen und bunte Abende folgten.
Endlich gelang es auch in Stubenberg eine Motorspritze für die Feuerwehr anzuschaffen. Diese wurde am 2. Juli 1931 anlässlich eines Feuerwehrfestes gesegnet und der Bestimmung übergeben.

 

Bis 1945 gehörte auch die Feuerwehr von Stubenberg zum Bezirksabschnitt Pischelsdorf, zusammen mit St. Johann und Hirnsdorf. Am 10. Juli 1933 fand der Probealarm der Bezirksfeuerwehren des Abschnittes Pischelsdorf statt. Der Alarm wurde von Hirnsdorf ausgelöst, die Boten wurden um 14.15 Uhr zu den einzelnen Wehren ausgesandt, um sie zu rufen. Katastrophenannahme war der Brand von Pfarrhof und Hubertushof im oberen Ortsteil von St. Johann bei Herberstein. In kurzer Zeit waren die Verbandsfeuerwehren vollständig erschienen und legten zu den Motorspritzen Schlauchleitungen von der Feistritz im Tal bis zu den Häusern auf der Anhöhe des Ortes.

Am 23. Juli 1950 wird der Rüstwagen und eine Motorspritze feierlich eingeweiht.

Das 1899 errichtete erste Rüsthaus war durch die Wirren zweier Kriege und den Zahn der Zeit gezeichnet. Eine Erneuerung war dringend notwendig. Es galt, ein neues Rüsthaus zu errichten, welches dann am 5. Juni 1953 als Feuerwehr- und Gemeindehaus in Betrieb genommen wurde.

1959



Mit einem Aufwand von zirka öS 40.000,– konnten eine neue Pumpe sowie Saug- und Druckschläuche, Verteiler usw. angeschafft werden.

1966


In Rubland wurde der Rüsthausbau begonnen, obwohl die Gemeinden vorerst den Voranschlag 1966 rückgängig machten. Das Landesfeuerwehrkommando blieb jedoch bei seiner Förderung von öS 30.000,– und so konnte in diesem Jahr der Rohbau errichtet werden.

1970


Bei der Jahreshauptversammlung wurden Karl Stelzer und Franz Binder wieder einstimmig als Kommandant und Stellvertreter gewählt. Zu Ostern konnte mit großer Freude das neu angekaufte Löschfahrzeug (Landrover) eingeweiht werden.
Im Laufe des Jahres wurde das Fahrzeug bei 5 Bränden und 3 Hochwasserausrückungen erfolgreich eingesetzt. Erstmals wurden Funkgeräte erfolgreich zur Nachrichtenübermittlung verwendet.

1971


Anlässlich der Eröffnung des Stubenbergsees am 3. und 4. Juli gab es viel Arbeit zu verrichten. Mit Hilfe der VW-Pumpe wurden aus 6 Strahlrohren auf einem Floß schwimmend Wasserspiele gezaubert. Es gab 114 größere und kleinere Einsätze zu bewerkstelligen sowie ein neues Betätigungsfeld, den Seedienst. Leider mussten in diesem Jahr zwei Tote aus dem See geborgen werden. Am 16. März konnte Kamerad Johann Binder das Leben des Matthias Baller retten, der in einen 7 m tiefen Brunnenschacht gestürzt war und zu ertrinken drohte.

1975


Als im Jahr 1975 die Gemeinde in das neue Amtshaus am Hauptplatz übersiedelte, konnte das Rüsthaus von Bürgermeister Josef Stelzer an die Feuerwehr und Musikkapelle zur uneingeschränkten Nutzung übergeben werden. In Folge plante man einen Rüsthauszubau, da die Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug anschaffen wollte und dafür noch kein Platz im Rüsthaus vorhanden war. Dieser Zubau wurde dann 1978 mit einem finanziellen Aufwand von 350.000 Schilling errichtet. Mit der Inbetriebsetzung des Tanklöschfahrzeuges wurde dieser Zubau seiner Verwendung übergeben. In einem feierlichen Festakt wurde am 3. August 1975 die Weihe der Feuerwehrfahne durch Pfarrer Strohmeier vorgenommen.

1977


Dieses Jahr wird wegen seiner tragischen Ereignisse wohl jedem Feuerwehrmann unvergesslich in Erinnerung bleiben. Am 4. Juli gegen Mitternacht wurde Feuerwehrkamerad Brandmeister Anton Haider bei einem Brandeinsatz am Seeufer durch einen Stromschlag tödlich verletzt. Sein Tod ist uns ein schwerer Verlust.

1978


Am 6. Juli konnte das neue Tanklöschfahrzeug (Mercedes Benz 911 mit 3.000 Liter Tankinhalt) im Wert von 1 Million Schilling übernommen werden. Der dadurch notwendige Rüsthauszubau verursachte zusätzlich einen Aufwand von ca. 350.000 Schilling. Das Fahrzeug wurde in diesem Jahr bereits 23 mal eingesetzt.

1982


Bei der diesjährigen Neuwahl kommt es zu einem Generationswechsel in der Führung unserer Wehr. HBI Karl Stelzer leitete 30 Jahre lang die Geschicke der Feuerwehr Stubenberg. In dieser Zeit wurde das Rüsthaus geschaffen, 4 neue Fahrzeuge und das Rettungsboot für den Seedienst in Betrieb genommen. Als Nachfolger wird Johann Binder gewählt, sein Stellvertreter wird Viktor Fritsch.

1986


Beim jährlich stattfindenden Fetzenmarkt werden bereits zirka 20 Tonnen Altmüll und 28 Autowracks gesammelt, teilweise verkauft beziehungsweise einer geregelten Entsorgung zugeführt.

1990


Anlässlich der Jahreshauptversammlung wird Bürgermeister Josef Stelzer zum Ehrenmitglied der Freiwillige Feuerwehr Stubenberg/See ernannt. Das Rüsthaus inklusive Zubau wird außen renoviert und erhält eine neue Fassade.

1993 - 100 Jahre Feuerwehr Stubenberg


Dieses Jahr steht sicherlich ganz im Zeichen der 100-Jahrfeier der FF Stubenberg am See. Am 7. und 8. August wird im Rahmen eines großen Zeltfestes dieses Jubiläum begangen. Der Höhepunkt soll die feierliche Übergabe des neuen Löschfahrzeuges mit Bergeausrüstung vom Typ Mercedes 814 sein, die Gesamtkosten für das Fahrzeug belaufen sich auf rund 2,1 Millionen Schilling.

1993 konnte in einem schönen Festakt die 100-Jahr-Feier unter Kommandant HBI Johann Binder abgehalten werden. Wie bei so einem Anlass üblich, konnte Rückschau gehalten werden auf viele Stunden der Hilfeleistung bei Einsätzen, aber auch auf kameradschaftliche Zusammengehörigkeit innerhalb der Feuerwehr.

1997


In der Wehrversammlung am 6.1.1997 erfolgt die notwendige Neuwahl des Kommandanten und Stellvertreters. Der bisherige Kommandant, HBI Johann Binder, erhält von der Wehrversammlung mit großer Mehrheit weiterhin das Vertrauen. Als neuer Stellvertreter wird LM Andreas Dunst gewählt. In diesem Jahr kam es zu mehreren größeren Bränden. In der Zeil bei Familie Bom musste Abschnittsalarm ausgelöst werden. Dank der Mithilfe der Feuerwehren Obertiefenbach, Kaindorf, Blaindorf, Kaibing und St. Johann/Herberstein konnten wesentliche Bauabschnitte des Anwesens vor der Zerstörung bewahrt werden.

Es war auch im Jahr 1997, als in einer Ausschusssitzung, auf Antrag des damaligen Kommandanten-Stellvertreters OBI Andreas Dunst, der Startschuss für das wohl ehrgeizigste Bauprojekt in der Geschichte der Freiwilligen Feuerwehr Stubenberg am See gegeben wurde. Unter der Federführung des Kommandanten HBI Johann Binder wurden erste Schritte gesetzt, um dieses große Bauvorhaben zu ermöglichen.

2000


Nachdem die Grundstücksfrage noch unter Bgm. Josef Stelzer mit seinem Gemeinderat geklärt werden konnte, wurden mehrere neu errichtete Rüsthäuser in unserer Umgebung besichtigt, um in Gesprächen mit den Verantwortlichen Tipps für eine möglichst praxisgerechte Gestaltung eines Neubaues zu erlangen.

 

Die Jahre 2001 bis 2006

Zeit des Rüsthausbaus

 

2001


Konzeptplanung

In Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Gussmagg, Pischelsdorf wurden erste Rohkonzepte und Freihandskizzen angefertigt. Auch die Musikapelle Stubenberg unter Obmann Peter Höfler zeigte nun starkes Interesse, im Zuge eines Neubaues ein Musikerheim zu errichten. Nach kurzen Gesprächen war man sich zwischen Feuerwehr und Musik einig und konfrontierte damit die Gemeinde Stubenberg, die ebenso positiv wie rasch dem gemeinsamen Vorhaben zustimmte.

Um in der Planung flexibel und rasch agieren zu können, wurden beiderseits Bauausschüsse gegründet. Dem Bauausschuss der Feuerwehr gehörten an: HBI Johann Binder, OBI Andreas Dunst, OBM Anton Wurzer, BM Peter Feichtinger-Pichler, OLM Peter M. Höfler, LM Franz Bonhold, LM Matthias Haider.

Ab diesem Zeitpunkt arbeiteten die Bauausschüsse der Feuerwehr, Musik und auch der Gemeinde gemeinsam mit Baumeister Ing. Gußmagg aus Pischelsdorf einen Planungsentwurf für das Bauvorhaben aus. Viele Besprechungen in kleinem und größerem Rahmen wurden abgehalten, um einerseits die eigenen Wünsche zu konkretisieren, andererseits aber auch die Machbarkeit in Bezug auf die Bauordnung und die Finanzierung abzuklären. Im Finanzierungsplan wurden z.B. 5000 Stunden Eigenleistung durch die Feuerwehr, sowie die Leistung eines finanziellen Beitrages in der Höhe von 500.000 Schilling festgelegt. Die Gesamtbausumme für Musikheim und Feuerwehrhaus wurde mit etwa 20 Millionen Schilling veranschlagt.

Herbst 2001

Der erste Entwurf der Einreichplanung wurde von Baumeister Ing. Gußmagg vorgestellt. In mehreren Zusammentreffen wurden die Bedürfnisse der Feuerwehr, der Musik und auch der Gemeinde besprochen und es wurde versucht, einen gemeinsamen Nenner zu finden.

2002


9. April 2002

Nachdem Kommandant Johann Binder im Jahr 2002 nach 20 Jahren erfolgreicher Führung das Kommando in junge Hände legte, machte sich der Nachfolger HBI Andreas Dunst daran, das begonnene Projekt in die Realität umzusetzen und formierte alsbald ein neues Führungsteam, bestehend aus mehreren erfahrenen und auch engagierten jungen Wehrmitgliedern.

Die Räumlichkeiten für die Feuerwehr (Stellplätze, Flächenzuteilungen, Schulungsraum usw.) wurden vollständig konzipiert und von allen beteiligten Ausschüssen bestätigt. Bürgermeister Direktor Franz Hofer konnte mitteilen, dass seitens der Steiermärkischen Landesregierung der 1. Teil der Förderung mündlich zugesagt wurde. Wie dem Einreichplan zu entnehmen war, wurden im Erdgeschoss 771 m² und im Obergeschoss 592 m² Bruttogeschossfläche verbaut.

1. August 2002

Die Bauverhandlung mit dem Gegenstand „Rüsthausneubau“ fand unter der Leitung von Bürgermeister Hauptschuldirektor Franz Hofer an Ort und Stelle statt.

20. August 2002

Bei diesem Zusammentreffen der Bauausschüsse wurde die endgültige Planfassung besprochen. Der Rohbau sollte zur Gänze an Firmen vergeben werden, bei den Dachdeckerarbeiten könnten seitens der Feuerwehr und der Musik Eigenleistungen eingebracht werden. Wenn möglich, sollten bei den Ausschreibungen die örtlich ansässigen Firmen berücksichtigt werden. Noch im Herbst 2002 sollte der Baubeginn erfolgen.

 

20. Oktober 2002


Die Spatenstichfeier für den Neubau des Rüsthauses erfolgte. Vertreter der Feuerwehr, der Musik und der Gemeinde nahmen gemeinsam den Spatenstich vor und hochw. Pfarrer Koch erbat den Segen zu diesem Bauprojekt.

Dezember 2002


Die Stromzuleitung für das gesamte Gebäude wurde in Eigenregie der Feuerwehr, gemeinsam mit der Stubenberger Erdbewegungsfirma Durlacher, welche die Baggerdienstleistungen kostenlos ausführte, gegraben und verlegt.

 

2003


Frühjahr 2003

Es wurde bereits eifrig am Rüsthaus gebaut, jedoch kam seitens der Gemeindevertretung der Wunsch, den Schulungsraum der Feuerwehr auch als Mehrzwecksaal für öffentliche Veranstaltungen nutzen zu können, was nur durch Änderungen an den bisher errichteten Bauwerken möglich würde. Diese Umplanung, verbunden mit einer Gebäudeerweiterung aufgrund geänderter Sanitäreinrichtungen, wurde ausgeführt. Eigenleistungen bei Kernbohrungen wurden durch die Feuerwehr und durch die Stubenberger Kernbohrfirma Hirzberger erbracht.

Sommer 2003

Bei tropischen Temperaturen wurden die Zimmermanns- und auch die Dachdeckerarbeiten durch Erbringung von Eigenleistungen ausgeführt. Die Baufirmen stellten jeweils einen Mitarbeiter und sämtliches Material bereit, der Rest wurde durch Mitglieder der Feuerwehr und Musik erledigt. Leider konnten von den bauausführenden Firmen einige terminlich vereinbarte Arbeiten nicht zeitgerecht erledigt werden, was dazu führte, dass für Eigenleistung im Bereich Zimmermanns- und Dachdeckerarbeiten bereitgestellte Mitglieder nicht planmäßig eingesetzt werden konnten. Die Zwischenwände für die Räumlichkeiten der Feuerwehr wurden in Eigenregie der Feuerwehr aufgemauert. Kurzzeitig arbeiteten bis zu vier Maurerpartien gleichzeitig an der Fertigstellung.

Herbst 2003

Leerverrohrungen und Verkabelungen für die Außenanlage wurden von Feuerwehr und Gemeinde gegraben und verlegt. Eine 40 m³ Regenwasserzisterne für Brauchwasserzwecke wurde errichtet. Der Einspeiseschrank für die elektrische Anlage wurde installiert und der Baustromverteiler konnte demontiert werden. Die Sektionaltore wurden eingebaut. Die Betätigung war zur Zeit nur händisch möglich.

2004


Frühjahr 2004

Die gesamte E-Installation (Verkabelung, Schalter, Steckdosen, Erdung usw.) wurde von der Feuerwehr ausgeschrieben, bestellt und begonnen. Ebenso wurde die Ausschreibung der Heizung in Eigenregie ausgeführt (Verteilerstation, Boiler, Heizlüfter, Fußbodenheizung, Heizkörper, Lüftung), vergeben und mit der Ausführung begonnen. Hausleit- und Heizungstechnik wurden in kompletter Eigenregie geplant und konzipiert. Die Waschbox und die Fachwarträume für Atemschutz und Wasserdienst wurden durch Kameraden der Feuerwehr verfliest und verfugt. Seitens der Firma Grübl-Automatisierungstechnik aus Stubenberg wurde ein stationäres Notstromaggregat an die Feuerwehr übergeben.

Sommer 2004

Es wurde nun mit großem Einsatz an den Installationen für Heizung und Strom gearbeitet. Viele tausend Meter Kabel und endlos scheinende Bodenheizungs- und Wasserleitungsrohre wurden eingezogen bzw. verlegt. Die Portale bei den Eingangsbereichen und den Garagen wurden geliefert, ebenso die Fenster eingebaut. Nach den Flämm- und Abdichtarbeiten folgten die Innenputzarbeiten, die wieder von der Feuerwehr selbst ausgeführt wurden. Der Bodenaufbau im Erd- und Obergeschoss (gebundene Kiesschüttung) wurde durch die Feuerwehr eingebracht. Die Sektionaltore wurden elektrifiziert und gingen von nun an bereits automatisch auf und zu.

Herbst/Winter 2004

Die Installationsarbeiten für Heizung und Strom gingen unvermindert weiter. Erste Heizungskreise konnten bereits über die Fernwärmestation versorgt werden. Erste Arbeiten im Schulungsraum für die Rohinstallation begannen. Die neuen Räumlichkeiten wurden in Eigenregie ausgemalt. Die Einrichtung wurde geplant.

2005


Frühjahr 2005

Die Innenbeleuchtung im Erdgeschoss wurde samt Installation vergeben, feuerwehrseitig wurde ein Helfer beigestellt. Die Brauchwasseranlage, bestehend aus einer Unterwasserpumpe und dazugehöriger Verrohrung und Verkabelung wurde bestellt und montiert. Der Einbau der Glasportale im Erdgeschoss für die Kommandozentrale, Büro und Oberlichten erfolgte.
Die Installation der Telefonanlage mit Vermittlung und die Ausschreibung und Bestellung des Ladeerhaltungssystems für die Einsatzfahrzeuge (vollautom. prozessorgesteuertes Ladesystem für Langzeitladung, geeignet für 12 und 24 V) wurde druchgeführt.
Ebenso erfolgte die Ausschreibung und Bestellung der Waschgaragenausstattung und Schlauchwaschanlage. Erste Eigenmontagen von Einrichtungen begannen. Der Boden im Bereitschafts- und Jugendraum wurde durch die Feuerwehr verlegt.

Sommer 2005

Die Beschallung für sämtliche Räume im Rüsthaus wurde an den Bestbieter vergeben, die Installation konnte in Eigenregie gemacht werden. Montage der Innentüren, WC-Kabinen und Duschtrennwände, Bestellung und Montage der Wasserdienst- und Atemschutzraumausstattung. Eigenmontagen der restlichen Einrichtungen. Montage der Spinde, die selbst geplant und entworfen wurden. Einbau der Schankanlage, Lieferung und Installation der PC-Anlage (Datenserver und 3 Arbeitsstationen), Montage der Zeugwartschränke und des Badezimmerverbaus. Die neue Sirene wurde montiert und angeschlossen. Funk- und Alarmtechnik wurde in Betrieb genommen.

Herbst/Winter 2005

Die Außen- und Alarmbeleuchtung für das Rüsthaus wurde bestellt und montiert. Die Bestuhlung (26 Stühle und 8 Mehrzwecktische) für den Bereitschafts- und Jugendraum wurde geliefert. Die Beleuchtung im Obergeschoss sowie im Außenbereich des Obergeschosses wurde geliefert und installiert.

16. Oktober 2005


Umsiedelung vom alten in das neue Rüsthaus. Ab nun ist der Dienstbetrieb in das neue Gebäude verlagert!

6. August 2006


Segnung und feierliche Eröffnung des Feuerwehrhauses, Musikheimes und Gemeindesaals.

 

Die Jahre 2007 bis 2013

...Beginn der Fuhrparkerneuerung

 

2007


Das Jahr 2007 begann mit der Wahl des Kommandos der FF Stubenberg am See. Die Wahlvorschläge lauteten auf HBI Ing. Andreas Dunst als Kommandant und OBI Matthias Haider als Stellvertreter. Nach eindeutigem Votum für die beiden Kandidaten nahmen diese die Wahl an und versprachen, sich voll für die Wehr einzusetzen.
Bei den Brandeinsätzen in diesem Jahr handelte es sich durchwegs um kleinere Einsätze,  schwerwiegender waren ein Traktorunfall in der Stubenbergklamm, bei dem ein Kleinkind schwer verletzt wurde, sowie ein weiterer Unfall mit einem Traktorkipper, der umgestürzt war.
Unsere Einsatztaucher mussten zu einem tragischen Taucheinsatz nach Kindberg ausrücken. Der Kommandant der FF Mooskirchen war im Zuge des Landesjugendlagers abgängig – letztendlich wurde er tot von Feuerwehrtauchern geborgen. Im Zuge dieses Taucheinsatzes verunglückte ein Einsatztaucher der FF Kapfenberg tödlich. Er wurde nach einer Pegelstandsänderung bei einer Kraftwerksanlage über die Staumauer gespült und stürzte tödlich in die Tiefe.

 

2008


Das Jahr 2008 wird als eines der einsatzreichsten Jahre in unserer Chronik geführt. Neben mehreren größeren Bränden und schweren Verkehrsunfällen waren die Stürme „Paula“ und „Emma“ Ursache für viele Sicherungseinsätze. Der Sturm Paula begann für unsere Wehr am 27.1. in den frühen Morgenstunden und brachte insgesamt 18 Einsätze über den ganzen Tag verteilt. Bereits um 5 Uhr früh mussten umgestürzte Bäume rund um den Funksender am Rabenwald entfernt werden, danach folgten weitere durch den Sturm bedingte Einsätze wie Dächer sichern, Dachstuhl sichern, Stallwand sichern, Straße freischneiden, Waldflächenbrand aufgrund abgerissener Stromleitung usw.
Bei den Bränden handelte es sich um einen Blitzschlag in der Tierwelt Herberstein, wobei das Affenhaus zur Gänze abbrannte, sowie einen spektakulären Traktorbrand am 19.8. in Zeil, wobei ein Traktor während Feldarbeiten in Brand geriet und vollständig ausbrannte.  Ausfließendes Getriebeöl verursachte einen großen Öleinsatz und große Mengen an Erdreich mussten abgetragen und entsorgt werden.
Ein tragischer Arbeitsunfall ereignete sich am 09.09. beim Kraftwerk der E-Genossenschaft. Ernst Altmann verunglückte bei Mäharbeiten und wurde im Zuge einer Suchaktion von Tauchern im Kraftwerkskanal gefunden und geborgen. Eine weitere Suchaktion nach einer abgängigen Person vom Pflegekompetenzzentrum, mit Unterstützung durch eine Wärmebildkamera und Polizeihunde, endete leider damit, dass die Person nur mehr tot aufgefunden werden konnte.
Erstmalig konnten die Kameraden HBI Andreas Dunst, OBI Matthias Haider und OLM Franz Bonhold das Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold an der Landesfeuerwehrschule erlangen.

 

2009


In diesem Jahr war es endlich soweit: unser lang ersehntes neues Einsatzfahrzeug, ein Rüstlöschfahrzeug mit Allradantrieb (RLF-A 2000) wurde von der Salzburger Firma Seiwald angeliefert. Dieses Einsatzfahrzeug stellt eines der modernsten seiner Art dar und ist dank seiner Komplettausstattung für jeden Einsatzfall innerhalb unseres Löschbereiches geeignet. Bei einer feierlichen Segnung wurde das Fahrzeug offiziell seiner Bestimmung übergeben.
Bei den Brandeinsätzen konnte in der KG  Zeil ein Übergreifen des Brandes in einer angebauten Garage auf das Wohnhaus verhindert werden, ebenso bei einem Rauchfangbrand in Freienberg, wo der starke Funkenflug eine Gefahr für das angrenzende Wohn- und Wirtschaftsgebäude darstellte.
Hilfe war auch notwendig beim Zeltfest anlässlich der 100-Jahr-Feier des Musikvereines Stubenberg. Ein starker Gewitterregen setzte am Vortag das Zelt unter Wasser. Durch den effektiven Einsatz unserer neuen Tauchpumpen und dem Engagement der Musikkameraden konnte das Fest wie geplant ohne Behinderungen stattfinden.
Bei der diesjährigen "Feuerwehrmatura", dem Feuerwehrleistungsabzeichen in Gold, errangen OBI d. F. Franz Windhaber, OFM Ing. Robert Mayer, FM Cornelia Fuchsbichler das begehrte Abzeichen. Kamerad Robert Mayer erreichte den sensationellen 3. Platz!

 

2010


Das Jahr 2010 war geprägt von vielen Verkehrsunfällen und Fahrzeugbergungen. Hier bewährte sich unser neues Einsatzfahrzeug bestens. Mussten früher drei Fahrzeuge ausrücken, um alle Komponenten für einen technischen Einsatz an der Einsatzstelle zu haben, reicht nun ein einziges. Dies ist speziell bei Einsätzen unter der Woche, wo die Mannschaftsstärke geringer ausfällt, ein enormer Vorteil.
Einer der spektakulärsten Einsätze seit langem ereignete sich am 28.2. in der Tierwelt Herberstein. Ein Gepard war im Teich eingebrochen und unter die Eisdecke geraten. Mittels eines Taucheinsatzes bei winterlichen Temperaturen konnte die Bergung des ertrunkenen Tieres durchgeführt werden. Das mediale Interesse an diesem Einsatz war enorm. In sämtlichen österreichischen Tageszeitungen, sowie Radio- und Fernsehsendern wurde berichtet.
Ein größerer Brand in der KG Stubenberg, wobei ein Holzschuppen abbrannte, konnte rasch mit der Mannschaft des neuen Rüstlöschfahrzeuges gelöscht werden.

 

2011


Das Jahr 2011 stand ganz im Zeichen der Feierlichkeiten „40-Jahre Stubenbergsee“. Die Feuerwehr und der USV-Stubenberg veranstalteten eine große Schlagerparty mit mehreren bekannten Künstlern aus der Schlagerbranche. Hier gebührt ein großer Dank allen Sponsoren, mitwirkenden Vereinen, Helfern und dem Tourismusverein Apfelland-Stubenbergsee, sowie der Gemeinde Stubenberg für die Unterstützung bei diesem Mega-Event.
Einen weiteren Meilenstein stellte die Segnung unseres neuen taktisch-logistischen Einsatzfahrzeuges LKW-A dar. Dieses Einsatzfahrzeug wird mit einem von der Feuerwehr Stubenberg entwickelten Containersystem je nach Anforderung beladen und kann so für mehrere Einsatzszenarien verwendet werden.

Ein Einsatz ungewöhnlicher Art ereignete sich im Februar 2011. Ein Tretmobil mit zwei Personen war am Stubenbergsee eingebrochen. Die Personen konnten sich aus eigener Kraft retten.

Nach einer Lagebeurteilung wurde die Tauchstaffel aus dem Bezirk Graz-Umgebung angefordert, um die eigenen Kräfte zu unterstützen. Die 2,5 Stunden andauernde Bergung des Fahrzeuges gestaltete sich sehr aufwendig, da zuerst das Eis aufgeschnitten, das Fahrzeug am Seegrund gesucht und eine Bergeleine angebracht werden musste.

Im August wurde das Jugendlager des Abschnittes II am Stubenbergsee abgehalten.

 

2012


Bei der Wehrversammlung am 6. Jänner steht die fällige Neuwahl des Kommandanten und des Stellvertreters im Mittelpunkt. Nach 10 Jahren überaus erfolgreicher Führung der Wehr möchte Kommandant Ing. Andreas Dunst dieses Amt an den logischen Nachfolger OBI Matthias Haider übergeben. Von den 45 wahlberechtigten Kameraden werden 44 Stimmen (bei einer ungültigen Stimme) für Matthias Haider abgegeben. Mit ebensolcher imponierender Mehrheit wird LM Nikolaus Schöngrundner als Kommandant-Stellvertreter gewählt.

Im Mai wurden die neuen Einsatzuniformen der Marke TEXPORT von der Firma Brandschutz-Eibel angeliefert. Hosen und Jacken mit modernsten Sicherheitsmerkmalen garantieren somit weiterhin bestmöglichen Schutz der Mannschaft im Einsatz.

Herzliche Gratulation und ein ganz besonderer Dank für die erbrachte Leistung gilt dem Atemschutztrupp mit ABI Ing. Andreas Dunst, HBI Matthias Haider, HBI d. F. Franz Windhaber und HFM Anton Wimmer, der im November 2011 die Atemschutzleistungsprüfung in Gold an der FWZS Lebring erfolgreich absolvierte.

 

2013


Seit der Gründung der Feuerwehr Stubenberg 1893 sind 120 Jahre vergangen, ein guter Grund um dieses Jubiläum gebührend zu feiern. Unter dem Motto „Die Party geht weiter“ wollen die Kameraden der Feuerwehr an die Erfolgsveranstaltung von 2011 anknüpfen und ein 2-tägiges Zeltfest am See veranstalten. Die erfolgreichsten Künstler der Schlagerbranche, wie Nik P. mit Band, Marc Pircher, Oliver Haidt und die aufstrebende, attraktive Kerstin Merlin treffen sich, um am Samstag, 3. August richtig Stimmung zu machen. Beim Frühschoppen am Sonntag, 4. August unterhielten die Musikkapelle Stubenberg am See und anschließend die „Fidelen Mölltaler“ mit ihren bekannten Hits.

Aus einsatztechnischer Sicht waren in diesem Jahr mehrere Brände wie zum Beispiel im Jänner ein Kellerband in Vockenberg zu bewältigen, welcher jedoch rasch unter Kontrolle gebracht werden konnte.
Im Mai kollidierte auf der L409 in der Stubenbergklamm ein Sattelschlepper mit einem entgegen kommenden LKW. Zudem fuhr noch ein nachkommender LKW auf die Kollision auf. Um die Verletzten abzutransportieren und die Fahrzeuge zu bergen, war die Stubenbergklamm für einige Stunden gesperrt.

Die Jahre 2014 bis 2020

...stetige Erneuerung von Ausrüstung und Fahrzeugen

 

2014


Das Wetter machte der Feuerwehr Stubenberg im Jahr 2014 sehr zu schaffen. Anfang Februar war durch Eisregen extremes Glatteis mit Folgen wie umgestürzte Bäume und abgerutschte Fahrzeuge zu bewältigen. Im Mai und Juli folgten Einsätze im Minutentakt jeweils nach sintflutartigen Regenfällen. Überflutete Keller und Garagen, verstopfte Kanäle und Durchlässe sowie Murenabgänge forderten alle Kameraden. Nicht zuletzt musste am Muttertag Abschnittsalarm gegeben werden, um den See mit zahlreichen Pumpen und kilometerlangen Leitungen vor Schmutzwasser zu schützen.  
Nach Vockenberg wurde die Feuerwehr Stubenberg im April 2014 zu einem schweren Verkehrsunfall gerufen. Zwei LKWs waren zusammengestoßen und über die Straßenböschung gestürzt. Die Bergungsarbeiten am umgestürzten Sattelschlepper, der mit Sägespänen beladen war, gestaltete sich schwierig. Es wurden zwei Kran-LKWs sowie das GSF Hartberg für die Bergung angefordert.
Ein nicht alltäglicher Einsatz wurde im Juni durch ein entlaufenes Rind ausgelöst. Ein Kalb stürzte dabei in die Stubenbergklamm bzw. auf den Radweg R8 und blieb auf einer ca. 5 Meter hohen Steinschlichtung zurück. Es wurde zunächst von einem Tierarzt ruhiggestellt und mit Bergegeschirr und SRF der FF Pöllau sicher und unverletzt geborgen.
2014 wurde der Digitalfunk in der Steiermark eingeführt. Er löste den nicht mehr zeitgemäßen analogen Funk ab.

 

2015


Schwere Unfälle in der Herbersteinklamm sowie in der Stubenbergklamm als auch überraschende Wetterkapriolen waren im Jahr 2015 mehrmals Grund der Alarmierung.
Im Jänner kam es auf L409, Höhe Herberstein, zu einem Frontalzusammenstoß zwischen einem PKW und einem entgegenkommenden LKW. Dabei wurde der PKW-Lenker im Fahrzeug eingeklemmt und musste mit hydraulischem Rettungsgerät von der Feuerwehr Stubenberg befreit und anschließend mit dem Notarzthubschrauber abtransportiert werden.
Wiederrum hatte die Feuerwehr Stubenberg im Jänner 2015 mit den Auswirkungen von Wetterkapriolen zu kämpfen. Unsere Wehr entfernte am Rabenwald Bäume, die wegen gefrierenden Regens so schwer wurden, dass sie auf Hausdächer stürzten und Zufahrtswege blockierten. Auf der Straße Richtung Kulmgipfel musste letztendlich ein Harvester eingesetzt werden, da der Einsatz mit Motorsäge viel zu aufwändig und auch zu gefährlich gewesen wäre.
Zu einem besonders schwierigen Einsatz musste unsere Feuerwehr im Oktober in die Stubenbergklamm ausrücken, wo ein PKW mit einem LKW auf regennasser Fahrbahn kollidiert war. Dabei wurde die Lenkerin des PKWs im Fahrzeug eingeklemmt. Trotz sehr gut funktionierender Rettungskette und schnellen Eingreifens der Feuerwehren Stubenberg, Floing und Puch bei Weiz konnte die Lenkerin nur noch tot aus dem Fahrzeug geborgen werden.

 

2016


Technische Einsätze mit einem breit gefächerten Einsatzspektrum forderten 2016 die Mannschaft der Feuerwehr Stubenberg.
Eine komplizierte Personenbergung galt es im April zu bewältigen, nachdem ein Paragleiter sich kurz nach dem Start in einem Baum am Kulmgipfel verfing.
Das Pflegekompetenzzentrum meldete im Mai eine abgängige Person, daraufhin musste eine groß angelegte Suchaktion gestartet werden.  Die Feuerwehren Obertiefenbach und Kaibing sowie Hundestaffel und Hubschrauber wurden zur Unterstützung angefordert. Der abgängige 79-jährige Mann wurde schlussendlich am nächsten Tag unweit des PKZ im unwegsamen Gelände gefunden.
Gleich zwei Fahrzeuge wurden in diesem Jahr gemeinsam mit Gemeinde Stubenberg finanziert:
Nachdem unser Förderansuchen beim Landesfeuerwehrverband zum wiederholten Mal abgelehnt wurde, musste ein gebrauchtes TLF 4000 von der FF-Gleisdorf, als Ersatz und Übergangslösung für unser mittlerweile 38 Jahre altes TLF 3000 gekauft werden. Neu in den Fuhrpark unserer Wehr kam ein Vorausfahrzeug - aufgebaut durch die Fa. CD-Karosseriebau. Die offizielle Indienststellung unseres neuen VF-A erfolgte im August mit einem Festakt im Kirchhof. Anschließend wurde der bereits traditionelle Frühschoppen beim Rüsthaus abgehalten.
Im August 2016 veranstalteten die Kulmlandgemeinden ein Konzert der Superlative am See. Die „SEER“ spielten im Rahmen ihrer Jubiläumstour ein tolles Open Air Konzert in Stubenberg. Unsere Feuerwehr beteiligte sich bei den Aufbauarbeiten und betrieb einen stark frequentierten Getränkestand beim Konzert.
Im September wurde die Feuerwehr zu einem Taucheinsatz gerufen, da eine Person nach dem Hineinspringen nicht wieder aufgetaucht war. Sofort wurde mit einer Radialsuche durch unsere Einsatztaucher begonnen und die Tauchstaffel 5 wurde zur Unterstützung angefordert. Trotz der raschen Rettung und Reanimation durch den Notarzt verstarb die Person leider in weiterer Folge.

 

2017


Bei der Wehrversammlung bzw. Wahlversammlung im Jänner 2017 wurde das amtierende Kommando mit HBI Haider und OBI Schöngrundner wiedergewählt.
Im Juli 2017 wurde die Feuerwehr Stubenberg zu einer Rauchentwicklung nach einem Blitzschlag direkt im Ortsgebiet von Stubenberg gerufen. Ein Atemschutztrupp begann mit HD-Rohr einen Innenangriff und eine Versorgungsleitung zum nahegelegenen Hydranten wurde aufgebaut. Aufgrund der schwierigen Erreichbarkeit der Einschlagstelle des Blitzes wurde die Drehleiter von der Feuerwehr Hartberg nachalarmiert.
Auch im Oktober galt es einen Dachstuhlbrand in Freienberg nahe dem Gasthaus Windhaber „Gussmagg“ zu löschen. Die Feuerwehr Stubenberg rückte mit VF-A, RLF-A 2000 und TLF-A 4000 aus, zur Unterstützung wurde die FF Obertiefenbach verständigt.
Im Juli wurde eine Person nach Bewässerungsarbeiten unter einem Traktor eingeklemmt und musste durch die Feuerwehr Stubenberg mittels Hebekissen befreit werden. Die Rettungskette vom eintreffenden Ersthelfer bis zum nachalarmierten Notarzthubschrauber Christophorus 16 funktionierte bestens.

 

2018


Im Jahre 2018 wurden zwei Brandeinsätze im Löschgebiet der Feuerwehr Stubenberg mit der eigenen Mannschaft bewältigt. Im Jänner wurde ein Brand einer Vereinshütte in Buchberg, welche bereits beim Eintreffen der Feuerwehr Stubenberg im Vollbrand stand, durch einen Löschangriff von außen unter Kontrolle gebracht. Im Mai wurde ein Traktorbrand in einer Obstanlage nach einer schwierigen Anfahrt mit schwerem Atemschutz gelöscht.
Im April musste die Bergrettung, die von der Feuerwehr Stubenberg nachalarmiert wurde, einen Paragleiterpiloten, welcher mit seinem Schirm in sehr steilem Gelände an einem ca. 30m hohen Baum hängen geblieben war, aus dieser großen Höhe bergen.
Aufgrund von Unwettern mussten etliche Auspumparbeiten durchgeführt und durch Bäume blockierte Straßen wieder freigemacht werden.
Mit 23 Brandmeldealarme im gesamten Jahr 2018 steigen die Täuschungsalarme der Brandmelde-Anlagen im BSZ Schielleiten, JUFA Gästehaus Stubenberg, Gepflegt Wohnen Stubenberg sowie im Blindenheim jährlich stetig an.

 

2019


Auch im Jahr 2019 kam es im Löschbereich der Feuerwehr Stubenberg sowie überörtlich vermehrt zu Bränden, welche die Kameraden unserer Wehr forderten.
Im Jänner unterstützte die Feuerwehr Stubenberg mit drei Fahrzeugen und 15 Mann die Feuerwehr Kaindorf bei einem Abschnittsalarm infolge eines Wohnhausbrandes in Hartl.
Im April wurde beim Brand des Biomasseheizwerkes Stubenberg ein Löschangriff an drei Seiten, zusammen mit den Feuerwehren St. Johann bei Herberstein, Obertiefenbach, Kaindorf und Hartberg und insgesamt 68 Mann absolviert.
Abermals wurde die Feuerwehr Stubenberg im April zur Unterstützung der FF Kaindorf nach Dienersdorf zu einem Wohnhausbrand gerufen. 18 Mann rückten mit LFB-A und TLF-A 4000 aus und unterstützten bei der Herstellung einer Zubringleitung und bei einem Löschangriff mit schwerem Atemschutz.
Zu einem KHD-Einsatz wurde die FF Stubenberg zusammen mit weiteren Wehren des Bereiches nach tagelangen Schneefällen im Jänner in die Region Gußwerk bei Mariazell gerufen. Eine Abordnung war mit LKW-A vor Ort um die Dächer von Schnee zu befreien.
HLMdV Benedikt Strasser, OLMdF Stefan Strohmaier und BMdF Peter Windhaber haben am 19.02.2019 die Kommandantenprüfung erfolgreich abgelegt.
Im Jahr 2019 wurde das über 20 Jahre alte Mannschaftstransportfahrzeug durch ein neues ersetzt. Die Entscheidung fiel auf ein Allrad-Fahrgestell der Firma VW (T6) mit Dieselmotor. Im August durften die Kameraden der Feuerwehr Stubenberg das neue MTF-A im Beisein zahlreicher Ehrengäste einweihen.

 

2020


Nach einer Dienstanordnung vom Landesfeuerwehrkommando wurden im Jahr 2020 die Tätigkeiten der steirischen Feuerwehren und somit auch für die Feuerwehr Stubenberg aufgrund der Covid-19 Maßnahmen von März bis April sowie von November bis Dezember ausschließlich auf Einsatztätigkeiten und systemerhaltenden Dienstbetrieb zur Aufrechterhaltung der Einsatzbereitschaft eingeschränkt. Darüber hinaus wurde das ganze Jahr über auf größere Veranstaltungen (Frühschoppen und Christbaumfeier) wie auch Haussammlungen zur Aufbringung finanzieller Mittel seitens der Feuerwehr Stubenberg verzichtet. Die Kameradschaftspflege war im vergangenen Jahr aufgrund der Pandemie stark eingeschränkt.
Im August 2020 war ein Küchenbrand im Ortskern von Stubenberg Grund eines Sirenen Alarmes. Die Brandbekämpfung musste mit schwerem Atemschutz im ersten Stock des Gebäudes vorgenommen werden. Anschließend wurde eine Brandsicherheitswache mittels TLF-A 4000 und 4 Mann gestellt.
Fahrzeugbergungen, speziell auch vermehrt LKW-Bergungen, waren im Jahr 2020 sehr zahlreich zu bewältigen und verlangten der Mannschaft alle technischen Kenntnisse ab.  
OLMdF Christoph Steiner und LMdV Martin Kelz haben am 28.05.2020 die Kommandantenprüfung erfolgreich abgelegt.